Implizite Volatilität
Auch genannt: IV
Die implizite Volatilität ist die Stärke künftiger Kursschwankungen, die sich aus dem Marktpreis einer Option ergibt. Hohe implizite Volatilität bedeutet teure Optionen, weil große Bewegungen erwartet werden.
Man ermittelt sie, indem man ein Bewertungsmodell wie Black-Scholes rückwärts rechnet: aus dem gezahlten Preis die Volatilität, die ihn erklärt.
Sie steigt oft vor Quartalszahlen oder anderen großen Nachrichten und fällt danach, was Trader IV-Crush nennen.
Verwandte Begriffe
- Volatilität: Volatilität misst, wie stark und wie schnell ein Kurs schwankt, meist als annualisierte Standardabweichung der Renditen.
- Black-Scholes-Modell: Das Black-Scholes-Modell ist eine Formel für den fairen Preis einer europäischen Option aus fünf Größen: Aktienkurs, Basispreis, Restlaufzeit, risikofreier Zins und Volatilität.
- Optionsprämie: Die Optionsprämie ist der Preis, den man für eine Option zahlt.
- Standardabweichung: Die Standardabweichung misst, wie stark eine Zahlenreihe um ihren Mittelwert streut.
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